Gibt es irgendetwas Besseres als queere Filme und Serien? Wir glauben nicht! Deswegen stellen wir euch auf dieser Seite einige unser absoluten Lieblingsfilme und -serien vor, die sich mit Themen rund um die LGTBQ+ Community auseinandersetzen. Indem ihr auf die Buchstaben im LGBTQ+ Akronym oder die Sprachen drückt, könnt ihr die Filme nach Belieben filtern.
Diese Geschichte ist ein Geheimnis. Zwar spielt sie sich in voller Öffentlichkeit ab, unter den Augen der Menschen und im hellen Sonnenlicht, aber sehen können sie doch nur die beiden Protagonisten, David und Lionel. Was sage ich, sehen – hören natürlich. Denn es ist die Musik, durch die dieses Paar sich findet, die sie zusammenhält, und schließlich wieder trennt. In diesem Sinne spannt die Geschichte einen großen Bogen, wie eine klassische Erzählung. Die zweite Hälfte behandelt nämlich vor allem die Frage: wie umgehen mit den Folgen einer Liebe, die so groß und klar ist, dass ihr nichts dergleichen mehr folgen kann? Und was bedeutet es für das Leben, wenn diese Liebe früh eintritt, so früh, dass sie sich dem Verständnis entzieht? Denn, so heißt es im Film: Das Glück ist keine Geschichte, und darum gibt es nichts darüber zu erzählen. All diese Fragen stellt der Film, und lässt uns als Antwort nur eines – die Musik. Die Klänge, um deren Spuren, Aufzeichnung und Erzeugung es immer wieder geht, sind die Klänge menschlicher Leben. Sie lassen einem keine Wahl als zuzuhören. In ihnen summt der Atem der Welt.
Dieser Film führt an einen Bach, zwischen die Planen eines Zelts, in den Atem einer Liebesgeschichte
Okay, schöne Häuser, schöne Universitäten, nackte Bäder in barocken Brunnen und ein venezianischer Palazzo - seid ihr dabei? Ich gehe davon aus. Es geht um Charles Ryder, einen jungen Mann aus der Mittelschicht, der Maler werden möchte. Beim Studium in Oxford lernt er den fabelhaft geschmackvollen und verschwenderischen Adelssprössling Lord Sebastian Flyte kennen, der offen queer lebt. Die beiden freunden sich an, und Sebastian lädt Charles im Sommer auf das Schloss seiner Familie ein. Es folgt ein romantisches Durcheineinander, Sebastian liebt Charles, Charles ist hin- und hergerissen; denn er verliebt sich auch in die Schwester, Julia. Sie fahren nach Venedig, es kommt zu dramatischen Szenen an nächtlichen Kanälen - Charles ist überfordert und flieht. Der Film verfolgt seine Beziehung zu den Flytes über die kommenden Jahre, dabei ist Sebastians Queerness und seine Schwierigkeiten ein Thema, außerdem geht es um den starken Katholizismus der Familie und die enormen Privilegien, denen sie sich überhaupt nicht bewusst sind. Als eine Liebesgeschichte, eine Reflexion über Klassenprivilegien und ein visuelles Spektakel bekommt dieser Film von mir fünf Sterne und eine unbedingte Anschau-Empfehlung.
Ein Film, der Klasse, Queerness und Religion thematisiert - vor einem sagenhaft schönen Hintergrund.
Der Film folgt Ellie Chu, eine talentierte Schülerin, die als inoffiziellen Nebenjob für den sportlichen Jungen Paul Briefe und Gedichte an seinen Schwarm, ein Mädchen in ihrer Stufe, schreibt. Durch die Vertiefung ihrer ungewöhnlichen Freundschaft müssen sich beide mit Themen rund um Freundschaft, Selbstentdeckung und Liebe auseinandersetzen, was dem Film auf eine sehr einfühlsame Weise gelingt.
Sofort zu einem meiner queeren Lieblingsfilme geworden!
Das dreifach oscargekrönte Coming-of-Age-Drama Moonlight behandelt in drei Kapiteln das Erwachsenwerden des jungen Chiron, der in den 1980er Jahren in Miami aufwächst, geprägt von Drogensucht und Gewalt. Vernachlässigt von seiner drogenabhängigen Mutter und gemobbt in der Schule findet er erst mithilfe des kubanischen Einwanderer Juan das Gefühl, von Bedeutung und unterstützt zu sein.
Nicht nur Oscar-gekrönt, sondern auch OSQAR-ausgezeichnet